Ambulant Begleitetes Wohnen (BeWo) für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Hilfe ist für Jugendliche und junge Volljährige, die eine Diagnose haben und darum seelische und praktische Behinderungen im Alltag und in der Gesellschaft erfahren.

Die Unterstützung findet im Alltag und in der eigenen Wohnung statt. Oder beim Übergang vom Elternhaus/ der Wohneinrichtung in eine eigene Wohnung. Auch in der Freizeit oder in einer Krise.

Wir vernetzen und unterstützen bei Wünschen im Bereich Freizeit, Schule, Ausbildung/Studium oder Arbeit. Und auch im Bereich Beziehungen. Also bei der Gestaltung von persönlichen Beziehungen oder Arbeitsbeziehungen.

Wir unterstützen eine Tagesstruktur zu finden und eine angenehme Freizeitgestaltung zu haben. Wir helfen dabei, dass das irgendwann auch mit weniger oder ohne Hilfe geht.

Zusammen mit dem Jugendlichen/jungen Volljährigen erarbeiten wir Wünsche und Ziele, z.B.:

  • Wo will ich wohnen und wie soll meine Wohnung aussehen?
  • Was macht mir besonders Spaß?
  • Welche Arbeit erfüllt mich?
  • Was kann ich gut?
  • Wünsche ich mir eine Partnerin/ einen Partner?

Gemeinsam organisieren und machen wir den Haushalt, damit das irgendwann auch ohne Hilfe oder mit weniger Hilfe klappt z.B.:

  • Wie oft muss und will ich spülen?
  • Wie wird Wäsche getrennt und gewaschen?
  • Was mache ich, wenn mein Abfluss verstopft?

Wir helfen bei der Planung von Handlungsschritten z.B.:

  • Wie hefte ich jeden Monat meine Unterlagen ab?
  • Wie organisiere ich Arzttermine?
  • Wie verabrede ich mich mit Freunden?
  • Wie bearbeite ich schwierige Anträge?

In schweren Gesprächen sind wir als „Übersetzer“ oder „Vertreter“ dabei z.B.:

  • In Gesprächen mit dem Arbeitgeber und auf Ämtern.
  • Bei Arztterminen.
  • Wie löse ich Konflikte mit Freunden?

Wir bereiten soziale Situationen vor und besprechen sie nachher z.B.:

  • Was ist mir wichtig zu sagen?
  • Wie hat wer, was gemeint?
  • Eltern, Freunde und der weitere Unterstützerkreis werden bei Bedarf mit einbezogen.

Wir sind da, wenn es Krisen gibt z.B.:

  • Erstellen wir gemeinsam Notfall-Pläne.
  • An wen kann ich mich in einer Krise wenden?
  • Was kann ich machen, wenn ich Panik habe?
  • Bei Bedarf suchen wir gemeinsam nach Therapeuten.

Wir erkunden gemeinsam das Umfeld/den Sozialraum und suchen dort für Jeden passende Angebote z.B.:

  • Wo kann ich Freunde finden und treffen?
  • Gibt es einen Fußballplatz?
  • Gibt es ruhige Orte in meinem Viertel?
  • Habe ich eine schöne Bar in der Nähe meiner Wohnung?

Diese Hilfeleistung hat als Grundlage das Sozialgesetzbuch VIII, §§ 35a + 41. Die Leistung kann bei allen Jugendämtern der Stadt Aachen und der StädteRegion Aachen beantragt werden. Gerne informieren wir Dich/Sie hierzu.

„Ich kann den Wind nicht ändern –aber die Stellung meiner Segel.“
Jimmy Dean